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Laser & Optik

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In den vergangenen Jahren haben Laser und optische Techniken in der Medizin zunehmend an Bedeutung gewonnen. Laser finden in der Medizin vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Sie werden für das Messen angewendet, im Mikroskop, als Skalpell zum Schneiden oder Abtragen von Gewebe und zum Verdampfen. Doch die Einsatzmöglichkeiten des Lasers in der Medizin sind lange noch nicht ausgeschöpft worden. Und das Innovations- und Entwicklungspotenzial von optischen Techniken in der Medizin ist nach wie vor sehr groß.

 

Vision moderner Diagnostik

Die Vision der modernen Diagnostik ist es, Informationen über das Innere des menschlichen Körpers und seinen Zustand durch Bilder zu erfahren. Das heißt, ohne den Körper zu öffnen bzw. die Entnahmen von Proben. Ein einschlägiges Beispiel für dieses Vorhaben ist die optische Kohärenztomografie bzw. OCT. Diese innovative bildgebende Methode funktioniert wie eine Sonografie. Jedoch verwendet sie nur Licht statt Schall. Klinisch zugelassene OCT-Geräte gibt es bereits in der Augenheilkunde.

 

Der vielseitige Laser

Durch Laserstrahlen können Schnitte in den menschlichen Körper und Gefäßverödungen durchgeführt werden. Demzufolge wird der Laser auch in der Dermatologie zur Behandlung z.B. von Hauterkrankungen, Hautkrebs-Vorstufen und angeborenen Feuermalen angewendet. Zudem finden Lasertechniken in der Kosmetik und Schönheitschirurgie Anwendung. Hierbei geht es um die Entfernung von Tätowierungen, Verödung von Krampfadern, Korrektur von Narben oder Entfernung von Haaren.

 

Lasertechnik bei Sehschäden

Die Lasertechnik wird auch zur Beseitung von Sehschäden, wie z.B. Kurz- und Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmungen angewendet. Hierbei wird  das LASIK-Verfahren bzw. der „Laser in situ Keratomileusis“ eingesetzt. Dieses Verfahren gewinnt in der Praxis immer mehr an Bedeutung, weil das LASIK-Verfahren die einzige Therapie für gravierende Sehfehler ist. Das Verfahren funktionieret wie folgt: Ein Hornhautdeckelchen wird beim Eingriff vom Auge abgetrennt und weggeklappt. Dann wird die Hornhaut in der sich bildenden Öffnung mit einem Laserstrahl modelliert. Dabei wird das Gewebe durch den Laser nicht geschnitten  sondern verdampft. Dadurch entstehen keine Beschädigungen für die darunter liegenden Hautschichten.

 

Lasertechnologie und Mikroskopie

Von den Fortschritten der Lasertechnologie profitiert auch die Mikroskopie. Anders als bei der konventionellen Fluoreszenzmikroskopie kann durch den dabei verwendeten „blitzschnellen“ Femtosekundenlasers, die Lichtsignale aussenden, neben der Bildgebung gleichzeitig eine Manipulation der Probe stattfinden. Diesbezüglich fokussiert man den Laserstahl auf eine bestimmte Stelle und das Gewebe wird abgelöst. Diese Methode bietet der Zellbiologie neue Perspektiven, da sie die Prozesse auf der zellulären Ebene untersucht.

 

Optische Verfahren und Therapie

Optische Verfahren werden in der Diagnostik, aber insbesondere in der Therapie zunehmend eingesetzt. Es ist z.B. ein innovativer Faserlaser für den Einsatz in den Instrumenten der minimal-invasiven Chirurgie entwickelt worden. Die Lasertechnik wird heute schon bei der Behandlung von Tumoren verwendet. Hier handelt es sich um eine laserinduzierte Thermotherapie. Diese Therapie ist minimal invasiv und ermöglicht die Behandlung von gutartigen und bösartigen Tumoren z.B. in Leber, Lunge und Gehirn.

 

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