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Daten & Fakten

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Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der deutschen Volkswirtschaft. Im Gesundheitswesen sind gegenwärtig rund 4,3 Millionen Menschen beschäftigt. Fast jeder neunte Arbeitsplatz in Deutschland ist in der Gesundheitswirtschaft angesiedelt. Jährlich betragen die Gesundheitsausgaben insgesamt 240 Milliarden Euro. Dies entspricht 10,7 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes. Somit ist die Gesundheitswirtschaft die größte Branche in Deutschland. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet die deutsche Medizintechnik.

 

Umsätze

Der Gesamtumsatz der deutschen Medizintechnikindustrie ist im Jahr 2007 um 6,9 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahr 2006 angestiegen. Zu diesem hervorragenden Ergebnis haben Zuwächse sowohl im Inlands- als auch im Auslandsgeschäft beigetragen. Der Inlandsumsatz ist um 7,3 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro gestiegen, während der Auslandsumsatz um 6,7 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro zugelegt hat. Die starke Inlandsnachfrage zeigt, dass zahlreiche Ärzte und Kliniken das hohe Einsparpotenzial von innovativer Medizintechnik begriffen haben und verstärkt auf Hightech-Lösungen setzen. Die Exportquote ist unverändert hoch bei 64 Prozent geblieben. Mit ihrem Exportanteil als auch mit ihrem dynamischen Wachstum der Auslandsumsätze übertrifft die Medizintechnikindustrie deutlich den sonstigen Durchschnitt der deutschen Industrie. Die Medizintechnik gilt in Deutschland als eine der krisensichersten und wachstumsstärksten Branchen. Die Medizintechnikindustrie konnte alle konjunkturellen Hochs und Tiefs seit Mitte der neunziger Jahre überstehen und stets ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnen lassen. Für die kommenden Jahre erwarten Experten sogar durchschnittliche Wachstumsraten von acht Prozent im Jahr. Wachstumsmotor der Branche wird weiterhin der Export bleiben. (Quelle: Spectaris 2008).

 

Inlandproduktion

Zu den wesentlichen Schwerpunkten der Inlandsproduktion deutscher Medizintechnikhersteller gehören mit einem Anteil von rund 21 Prozent chirurgische Apparate und Instrumente und mit 17 Prozent bildgebende Verfahren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts entfallen weitere 6 Prozent der Inlandsproduktion auf die Installation, die Reparatur und die Instandhaltung von Medizintechnik. Die Prozentwerte aller anderen Teilbereiche der Medizintechnik liegen zwischen 1 und 9 Prozent.
 

Quellen: SPECTARIS e.V., Statistisches Bundesamt

 

Weltmarkt

Die Medizintechnologiebranche ist ein weltweiter Wachstumsmarkt. Aufgrund des  medizintechnischen Fortschrittes, der demographischen Entwicklung mit einer steigenden Anzahl von älteren Menschen und eines erweiterten Gesundheitsbegriffes wird dies auch zukünftig so bleiben. Der Bedarf an Gesundheitsleistungen wird weiter weltweit ansteigen. Denn in wohlhabenden und hoch entwickelten Ländern sind Patienten zunehmend bereit, mehr Geld in ihre Gesundheit zu investieren. Im Jahr 2006 betrug der Weltmarkt für Medizintechnologien rund 200 Milliarden Euro. Europa ist mit 60 Milliarden Euro nach den USA mit 85 Milliarden Euro der zweitgrößte Markt der Welt im Bereich Medizintechnik. Als Einzelmarkt ist Deutschland mit 21 Milliarden Euro nach den USA und Japan (mit 25 Milliarden Euro) der drittgrößte Markt weltweit und der größte Markt Europas. Der deutsche Markt für Medizintechnik ist etwa doppelt so groß wie der in Frankreich und rund drei Mal so groß wie in Italien oder in Großbritannien.

 

Unternehmen und Beschäftigung

Die Branche der Medizintechnik besteht im Kern aus ca. 1.200 Unternehmen. Abgesehen von wenigen großen Unternehmen haben 95 Prozent der Medizintechnikunternehmen eine mittelständische Struktur. Sie beschäftigen jeweils weniger als 250 Mitarbeiter.  Insgesamt beschäftigt die Medizintechnikindustrie in den etwa 1.200 Unternehmen 90.000 Menschen. Zudem sind in weiteren 10.000 Kleinunternehmen etwa 75.000 Menschen beschäftigt. Die Kernbranche beschäftigt somit in Deutschland insgesamt 165.000 Menschen in über 11.000 Unternehmen. 15 Prozent der Beschäftigten sind im Bereich Forschung und Entwicklung. (Quellen : BVMed Bundesverband Medizintechnologie e.V., SPECTARIS e.V)

Quellen: SPECTARIS e.V., Statistisches Bundesamt