Branchennews

Keine Artikel in dieser Ansicht.

...

 

Innovation

>>> zurück zu Daten & Fakten


Die Medizintechnik ist ein multidisziplinäres und ein thematisch vielfältiges Forschungs- und Anwendungsfeld, das sich durch ein hohes Innovationspotenzial und qualitativ hochwertige Entwicklungen auszeichnet. Entwicklungen charakterisieren sich in der Medizintechnik durch kurze Produktlebenszyklen und reduzierte Entwicklungszeiten. Entwicklungsdynamik und Produktinnovation spielen in der Medizintechnikindustrie eine sehr wichtige Rolle. Deutschland liegt bei Patenten und Welthandelsanteil auf Platz 2 hinter den USA. Die deutschen Medizintechnikhersteller erzielen rund ein Drittel ihres Umsatzes mit Produkten, die weniger als drei Jahre alt sind. Im Durschnitt investieren die forschenden Unternehmen der Medizintechnik rund neun Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Somit spielt der Innovations- und Forschungsstandort Deutschland für die Medizintechnik eine besonders bedeutende Rolle. Ein weiterer Beweis für die Innovationskraft der Medizintechnik-Branche ist den Angaben des Europäischen Patentamtes in München zu entnehmen: Die Medizintechnik führt die Liste der angemeldeten Erfindungen mit mehr als 15.700 Patenten an. Dies entspricht 11,4 Prozent der gesamten Patentanmeldungen in Deutschland. (Quelle : BVMed Bundesverband Medizintechnologie e.V.)

 

Stärkung der Wettbewerbsposition

Die Besonderheit und die Stärke der deutschen Wirtschaft liegen immer noch in dem hohen Bildungsstand des Unternehmenspersonals, in dem Leistungsstand der wissenschaftlichen Forschung und in den eigenen Anstrengungen der Wirtschaft in Forschung und experimenteller Entwicklung. Es ist die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, die letztlich über ihre internationale Wettbewerbsposition, über Wohlstand und Beschäftigung in Deutschland entscheidet. Die Nutzung des Vorsprungs der deutschen Medizintechnik hängt von einigen entscheidenden Faktoren ab. Dazu gehören: Eine notwendige Beschleunigung der medizintechnischen Innovationen, die Förderung der Modernisierung von Krankenhäusern, die Findung von flexiblen Finanzierungslösungen und die bestmögliche Koordination von politischen Entscheidungen. Der Einsatz von Forschung und Entwicklung sowie von Spitzenqualifikationen ist in forschungsintensiven Industrien wie der Medizintechnik die bedeutungsvollste Konstante des unternehmerischen Handelns. Unternehmen der Medizintechnik setzen daher verstärkt Kapital und Personal für Forschung und Entwicklung ein. Mit Aufwendungen für Forschung und Entwicklungen von 8,2 Prozent des Umsatzes sind die Forschung und Entwicklungen Intensitäten dieser der Medizintechnikbranche doppelt so hoch wie im Industriedurchschnitt. Zu Vergleich liegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Umsatz in der außerordentlich innovativen Chemieindustrie „nur“ bei 5 Prozent und in der verarbeitenden Industrie insgesamt bei 3,8 Prozent. (Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung, „Zur Situation der Medizintechnik in Deutschland im internationalen Vergleich“)

 

Einsparpotenzial durch innovative Medizintechnik

Medizintechnische Innovationen dienen nicht nur zur Verbesserung von Diagnose-, Behandlungs- und Therapiemöglichkeite, sondern verbessern gleichzeitig die Effizienz und Wirtschaftlichkeit von medizinischen Verfahren. Dies wird in einer Studie des Deutschen Industrieverbandes für optische, medizinische und mechatronische Technologien SPECTARIS e.V. belegt. Die Studie zeigt auf, dass die Medizintechnik nur einen knappen Anteil an den Gesundheitsausgaben in Deutschland ausmacht, jedoch bergen ihre Produkt- und Prozessinnovationen beachtliche Einsparpotenziale von direkten und indirekten Kosten. (Quelle: SPECTARIS, Das Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik im Gesundheitswesen, 2007)