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Artzpraxen

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Zu den wichtigsten Abnehmern von medizintechnischen Produkten gehören auch die Arztpraxen. Medizintechnische Geräte, Apparate, Verfahren und Techniken sind in Arztpraxen für die Diagnose, Behandlung und Therapie der Patienten unentbehrlich. Ultraschallgeräte, Röntgensysteme, chirurgische Instrumente, Blutdruckmesser, Stethoskope sowie Scheren, Nadelhalter oder Pinzetten oder Kanülen und Infusionsbestecke gehören zur Ausstattung der meisten Arztpraxen bzw. niedergelassenen Ärzte. Niedergelassene Ärzte arbeiten in freier Praxis alleine oder mit mehreren Ärzten in so genannten Gemeinschaftspraxen. Nach offiziellen Daten der Bundesärztekammer gab es in Deutschland im Jahr 2007 127.132 niedergelassene Ärzte in unterschiedlichen Fachgebieten.

 

Medizinische Versorgungszentren

Die Vielfalt der Krankheiten und ihrer Behandlungsmöglichkeiten führt zunehmend zu einem Zusammenschluss von Ärzten unterschiedlicher Fachgebiete zu so genannten medizinischen Versorgungszentren. Die Vorteile von medizinischen Versorgungszentren gegenüber der klassischen Versorgung sind die Zusammenfügung von medizinischem Know-how, die Konzentration von medizintechnischer Kompetenz sowie der Wegfall des ökonomischen Risikos einer Praxisgründung oder Praxisübernahme. In medizinischen Versorgungszentren arbeiten Ärzte, Therapeuten und Heilberufler bei der Patientenbehandlung eng zusammen. Der Patient erhält eine qualitativ ausgezeichnete medizinische Versorgung aus einer Hand. Die enge Kooperation zwischen Ärzten und die gemeinsame Verständigung über den Krankheitsverlauf, die Behandlungsziele und die anzuwendende Therapie sind ein unmittelbarer Vorteil für den Patienten.

 

Ebenso gut aufeinander abgestimmt sind so genannte Praxisnetze, auch wenn sie nicht unter einem Dach sind. Hierbei handelt es sich um vertraglich vereinbarte Kooperationen von niedergelassenen Ärzten, an denen sowohl Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken, als auch Angehörige von anderen Gesundheitsberufen teilnehmen können. Solch eine Zusammenarbeit dient u.a. der Erfüllung von bestimmten Versorgungsaufträgen, der Qualitätssicherung und der Teilnahme an der integrierten Versorgung. (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit)

Laut Experteneinschätzungen werden medizinischen Versorgungszentren zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Das wird dazu führen, dass der Bedarf nach medizintechnischen Produkten und Dienstleistungen auch in solchen Einrichtungen deutlich zunehmen wird. Wobei andererseits unterstrichen werden muss, dass das Risiko besteht, dass der Zusammenschluss von Arztpraxen den Absatz von Medizintechnik auch bremsen könnte. Die Voraussetzungen, dass medizinische Versorgungszentren zu einem wichtigen Abnehmermarkt werden sind jedoch aufgrund der Konzentration unterschiedlicher medizinischen und pflegerischen Leistungen in einer Einrichtung stark gegeben. Denn die technische Ausstattung eines medizinischen Versorgungszentrums an Geräten, Apparaten und Anlagen ist eine unabdingbare Voraussetzung einer umfangreichen medizinischen Versorgung.