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Medizinische Technik, FH Lausitz

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Der Bachelorstudiengang Medizinische Technik an der Fachhochschule Lausitz ist nicht konsekutiv und eher national ausgerichtet. Grundsätzliches Ausbildungsziel des Bachelorprogramms Medizinische Technik ist es, die Absolventen für einen zukünftig wachsenden Bereich der Medizintechnik in Deutschland vorzubereiten. Die Medizintechnik erwirtschafte in Deutschland über die Hälfte ihres Umsatzes mit Produkten, die jünger als zwei Jahre seien. Im Bereich der Forschung und Entwicklung sei auch in Zukunft mit einem Expertenmangel zu rechnen, dem der Bachelorstudiengang Rechnung trage. Ausgehend von medizinischen und technischen Grundkenntnissen sollen die Studierenden befähigt werden, wissenschaftliche Erkenntnisse und ingenieurmäßige Methoden anzuwenden, um praxisgerechte Lösungen auf dem Gebiet der Medizin- und Rehabilitationstechnik zu erarbeiten bzw. im Anwendungsbereich umzusetzen oder beratend tätig zu sein. Die Studierenden sollen durch die Mitarbeit an verschiedenen Projekten zur interdisziplinären Arbeit in Medizin und Technik befähigt werden. Der Bachelorstudiengang soll die Studierenden darüber hinaus zur Teilnahme an Masterprogrammen qualifizieren. Zukünftig ist die Einrichtung eines Masterstudiengangs Medizinische Technik an der Fachhochschule Lausitz geplant. Die Zugangs- und Zulassungsvoraussetzungen entsprechen den gesetzlichen Regelungen des Landes Brandenburg. Neben der Fachhochschulreife wird ein 8-wöchiges Vorpraktikum erwartet. Unter bestimmten Voraussetzungen wird auch Bewerbern ohne Fachhochschulreife, die über einschlägige Berufserfahrungen verfügen, das Studium ermöglicht. Die Eignung wird nach §25, Absatz 3 BHG festgestellt. Auf Nachfrage weist die Hochschule darauf hin, dass für ausländische Bewerber Deutschkenntnisse im Umfang der DSH-Sprachprüfung obligatorisch seien.

Das Curriculum des Bachelorstudiengangs Medizinische Technik sieht in den ersten drei Semestern die Vermittlung vorwiegend grundlagenorientierter Pflichtmodule vor. Vermittelt werden die Grundlagen der Mathematik, der Informatik sowie der Experimentalphysik, zuzüglich eines Physikalischen Praktikums. An Grundlagen aus dem medizinischen Bereich werden Anatomie, Hygiene und Physiologie, zuzüglich eines Physiologie-Praktikums, behandelt. Darüber hinaus erhalten die Studierenden eine Einführung in Technische Mechanik 1 bis 3 (Statik, Festigkeitslehre 1, Dynamik), CAD, Konstruktionslehre 1 und 2 (Technische Darstellung und Technische Gestaltung), Werkstofftechnik 1 und 2 sowie Grundlagen der Elektrotechnik. Vorgesehen ist außerdem ein Fremdsprachen-Modul. Für das vierte bis sechste Semester sind vertiefende und weitere Pflicht- und Wahlmodule vorgesehen. Aufbauend auf den Kenntnissen der ersten drei Semester werden Medizinische Grundlagen von Krankheiten und Körperbehinderungen, Biomechanik, Biokompatible Werkstoffe und Medizinische Mikrosystemtechnik gelehrt. Module zu Konstruktionslehre 3 (Maschinenelemente), Fertigungstechnik 1 und 2, Grundlagen der Regelungstechnik und Steuerungstechnik werden ergänzt durch Module zu Pharmazie und Heilpädagogik, zu Biotelemetrie, Medizin- und Rehagerätetechnik, Technische Orthopädie und Rehabilitationstechnik, Leichtbau, Ergonomie, Physiologie. Module zur Betriebswirtschaftslehre sowie aus dem Wahlpflichtbereich (Methodik der wiss. Arbeit, Einführung in FEM, Konstruktionstechnik 1, Werkstofftechnik 3, Fertigungstechnik 3/Beschichtungstechnik, Technische Thermo- und Fluiddynamik) runden das Programm ab. Im siebten Semester absolvieren die Studierenden die praktische Studienphase von 14 Wochen, erstellen die Bachelorarbeit im Umfang von 12 ECTS-Punkten sowie eine weitere wissenschaftliche Arbeit. Der Studienbeginn liegt im Wintersemester.

Abschlussgrad: Bachelor of Engineering

Regelstudienzeit: 7 Semester

Fachhochschule Lausitz, www.fh-lausitz.de

Kontaktperson: Prof. Dr. Matthias Wagner
T: +49 (0) 3573 85 -601
F: +49 (0) 3573 85 -609
E-mail: mwagner@iem.fh-lausitz.de

(Quelle: Akkreditierungsrat)