Biomedizinische Technik, Saarbrücken HTW
Der Master-Studiengang „Biomedizinische Technik“ ist Bestandteil eines konsekutiven Angebots. Der Studiengang wird als stärker anwendungsorientiert eingestuft. Zum Zeitpunkt der Begehung werden landesweite Studiengebühren zum Wintersemester 2007 angekündigt. Demnach sind voraussichtlich in den ersten beiden Semestern jeweils 300 Euro zuzüglich Sozialbeiträge zu entrichten, in den Folgesemestern jeweils 500 Euro. Der Studiengang ist national ausgerichtet. Das Profil des Studiengangs ist geprägt von den beiden alternativen Vertiefungsrichtungen „Medizinische Physik“ und „Neural Engineering“ sowie einer Projektarbeit. Ausbildungsziel ist ein umfassendes Detailverständnis auf dem neuesten Stand des Wissens der biomedizinischen Technik je nach Wahl in der medizinischen Physik oder im Bereich Neural Engineering. Auf der Basis dieser Grundlagen sollen die Absolventen neue eigenständige Ideen generieren und umsetzen können sowie ihr systemanalytisches Denken geschärft haben, so dass sie komplexe Probleme und Aufgabenstellungen kritisch hinterfragen, Lösungsansätze bewerten, abwägen und widerstreitende Faktoren in ein resultierendes Lösungskonzept integrieren können. Weiterhin sollen die Absolventen gute wissenschaftliche Kompetenzen ebenso besitzen wie (internationale) kommunikative und soziale Kompetenzen, die sie u.a. auf Führungsaufgaben vorbereiteten.
Das Curriculum sieht ein gemeinsames Fachstudium anteilig im ersten Semester vor, an dass sich alternativ die Vertiefung ‚Medizinische Physik’ oder ‚Neural Engineering’ anschließt. Das gemeinsame Fachstudium umfasst die Module Biomedizinische Signal- und Bildverarbeitung (5 LP), Aktuelle Medizinische Gerätetechnik (5 LP), Medizinprodukterecht (3 LP) sowie ein Wahlpflichtmodul (4 LP). Als Wahlpflichtfächer werden Business English, Biomechanik (je 2 LP), Höhere Mathematik sowie Biomaterialien (Biomaterials) (je 4 LP) angeboten. Die Vertiefung ‚Medizinische Physik’ setzt sich zusammen aus den Modulen Medizinphysikexperte (7 LP), Medizinische Optik und Lasermedizin (4 LP), Messung ionisierender Strahlen* (Praktikum) (4 LP), Bildgebende Verfahren in der Medizin (5 LP), Ultraschall in der Medizin, Audiologie (je 3 LP), Fachpraktikum/Projektarbeit (11 LP) sowie ein Wahlpflichtmodul mit insgesamt 6 LP. Nach Angaben im Selbstbericht sind die beiden mit * gekennzeichneten Module in Kombination zum Erwerb der Fachkunde als Medizinphysikexperte anerkannt.
Die Vertiefung ‚Neural Engineering’ setzt sich zusammen aus den Modulen ‚Fertigung aktiver Implantate (Manufacturing of active implants)’, Technologien der Mikrosystemtechnik (je 3 LP), ‚Neuronale und kognitive Systeme (Neural and Cognitive Systems)’ (5 LP), ‚Neuronale Signalanalyse und Modellierung (Neural Signal Analysis ans Modeling)’, ‚Klinische Neurophysiologie (Clinical Neurophysiology)’ (je 5 LP), Neuroprothesen (Neuroprostheses) (3 LP), Fachpraktikum/Projektarbeit (11 LP) sowie ein Wahlpflichtmodule (8 LP). Wahlpflichtmodule für beide Vertiefungen sind Numerische Mathematik, ‚Auditive Verarbeitung und Wahrnehmung (Auditory Processing and Perception)’, ‚Künstliche Organe (Artificial Organs)’ (je 4 LP), Elektromagnetische Verträglichkeit, Gebäudesystemtechnik sowie Technisches Englisch (je 2 LP), darüber hinaus wird jährlich ein Katalog weiterer wählbarer Wahlpflichtmodule gemeinsam vom Fachbereich, dem IBMT sowie dem UKH definiert. Im dritten Semester schließt der Studiengang ab mit der Masterthesis (30 LP), zu der eine Publikation zu erstellen ist. Die Zulassungsvoraussetzungen umfassen einen ersten „besonders berufsqualifizierender Berufsabschluss eines naturwissenschaftlichen, medizinischen oder technischen Studiums mit mindestens sechs Theoriesemestern“. Weiterhin müssen gute fachbezogene Englischkenntnisse nachgewiesen werden, die in Umfang, Inhalt und Niveau der Fremdsprachenausbildung des Bachelorstudiengangs Biomedizinische Technik entsprechen. Anerkannt werden BEC, TOEIC > 600 Punkte, English for Technical Purposes sowie English für Business Purposes jeweils nach TELC.
Nach Einzelfallprüfung kann die Erlangung der Sprachkompetenz während des Masterstudiums zugelassen werden. Ausländische Bewerber müssen gute deutsche Sprachkenntnisse nachweisen. Auf Basis der Bewerbungsunterlagen, die auch Informationen über fachbezogene Berufserfahrung und die Motivation enthalten, nimmt eine Zulassungskommission die Auswahl der Studienbewerber vor. Weiterhin kann sie weitere Zulassungsvoraussetzungen fallweise definieren (Brückenkurse). Der Studienbeginn liegt im Sommersemester. Der Masterabschluss eröffnet den Zugang zum höheren Dienst.
Abschlussgrad: Master of Science (Der Masterabschluss eröffnet Zugang zum Höheren Dienst)
Regelstudienzeit: 4 Semester
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, www.htw-saarland.de
Fachbereich Elektrotechnik
Kontaktperson: Prof. Dr. Wolfgang Langguth
T: +49 - 681-5867-279
F: +49 - 681-5867-169
E-mail: wolfgang.langguth(at)htw-saarland(dot)de
(Quelle: Akkreditierungsrat)
