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Private Studienberatung

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Die staatliche Studienberatung bzw. Berufsberatung kann in der Regel nicht den zum Teil sehr hohen individuellen Beratungsbedarf der Ratsuchenden befriedigen. Die Studienberater müssen tagtäglich eine große Menge an Anfragen bewältigen, wodurch viel Kapazität gebunden werden kann. Die Studienberater der Agentur für Arbeit dürfen auch nur eine Dreiviertelstunde für jeden Ratsuchenden investieren. Diese Zeitspanne scheint bei der Bedeutung des Problems und der Tragweite der bevorstehenden Entscheidung etwas zu kurz. Zwar kann ein Ratsuchender laut Auskunft der Agentur so viele Termine ausmachen wie er zur Entscheidungsfindung benötigt, nur scheint dies bei einer teilweise bis zu sechs Wochen dauernden Wartezeit ein zeitintensives Unterfangen. Zumal man bei jedem Treffen wieder von Null anfängt und sehr wahrscheinlich bei jedem Termin auf einen neuen Studienberater trifft. 

Seit dem Wegfall des Beratungsmonopols des damaligen Arbeitsamtes im Jahre 1990 hat sich langsam ein kleiner aber stetig wachsender Markt von privaten Studienberatern entwickelt. Die Anbieter rekrutieren sich aus ehemaligen Studienberatern der Arbeitsagentur, aus Lehrern und anderen Mitgliedern von personalnahen Berufsfeldern. So bunt die Vergangenheit, so bunt ist häufig auch die Qualifikation und Befähigung zur Beratung von Schulabsolventen. So steht der Ratsuchende vor dem großen Problem der Auswahl eines passenden Beraters.
 

Auswahl eines privaten Studienberaters

Als Anhaltspunkte für die Auswahl eines privaten Studienberaters können folgende Hinweise hilfreich sein:

  1. Wie wirkt der Internetauftritt der Studienberatung auf Sie?
  2. Sind die Dienstleistungen dort ausführlich beschrieben?
  3. Sind die Kosten der Beratung transparent dargestellt?
  4. Über welche Qualifizierung (Studium und Berufserfahrung) verfügen die jeweiligen Studienberater?
  5. Was für einen Eindruck vermittelt der Berater in einem telefonischen Vorgespräch?

Einen privaten Anbieter aufzusuchen, ist trotz der Kosten eine lohnende Investition, wenn die Beratung professionell verläuft und am Ende ein optimales Ergebniss herauskommt. Die Preise liegen normalerweise zwischen 250 und 1000 Euro, sie können aber durchaus auch höher liegen. (lt. Stiftung Warentest)

Sinnhaftigkeit

Eine private Studienberatung ist sinnvoll, wenn

  • Ihnen die kostenlosen Beratungen von Arbeitsagenturen oder Hochschulen nicht ausreichen oder zu keinem befriedigendem Ergebnis führte.
  • Sie eine sehr intensive, umfassende wie professionelle Betreuung wünschen, die häufig auch eine umfassende Persönlichkeitsanalyse einschließt, die auch wertvoll für die persönliche Weiterentwicklung von Jugendlichen sein kann.
  • Sie nicht genügend Eigeninitiative aufbringen (können).
  • Sie lieber eine ganz und gar auf Sie als Kunden zugeschnittene Dienstleistung in Anspruch nehmen möchten.
     
  • Sie auch noch über die reine Studienberatung hinaus über mehr über die Studienplanung und vielleicht sogar Karriereplanung etwas erfahren möchten

Autor: Jan Bohlken, Profiling Institut Studienberatung